Haus ohne Hüter
Heinrich Böll (1917-1985)
Gilt als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der
Nachkriegszeit. 1972 erhielt er für seine literarische Arbeit
den Nobelpreis für Literatur.
Heinrich Böll bringt mit seinen wirklichkeitsnahen und
zeitkritischen Schilderungen seinen Leserinnen und Lesern das Leben
und die Lebensbedingungen der Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg
sehr nah. Es ist ein Leben in Trümmern. Auch die Städte
um die Menschen herum liegen in Trümmern.
So erleben wir auch in seinem Roman "Haus ohne Hüter" zwei
Jungen und ihre Mütter, beide Witwen, die damit kämpfen,
ihr Leben zu leben. Keine Geborgenheit, in der die Jungen
hätten aufwachsen sollen, sondern ein Leben voller
Unsicherheit und Angst. Die beiden Jungen, am Anfang ihrer
Pubertät, sind aber auch neugierig auf die Welt der
Erwachsenen. Kann man Kinder wegmachen? Was ist unmoralisch?
Andere Werke von Heinrich Böll:
Kurzgeschichten
Der Mann mit den Messern (1948)
Wanderer kommst du nach Spa (1950)
Das Brot der frühen Jahre (1955)
Doktor Murkes gesammeltes Schweigen (1958)
Romane
Billiard um halb zehn (1959)
Ansichten eines Clowns (1963)
Gruppenbild mit Dame (1971)
Die verlorene Ehre der Katharina Blum (1974)